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A

Absicht
Im NLP geht man von der Annahme aus, das Menschen grundsätzlich positive Absichten verfolgen. Problematisch kann nur ihr Verhalten sein. Entsprechend dem Harvard Konzept werden Verhalten und Person getrennt behandelt. Menschen sind grundsätzlich gut, manchmal verhalten sie sich aber schlecht.

Anker
Das NLP-Anker Konzept geht auf die Entdeckung des konditionierten Reflex von Iwan Pawlow zurück. Anker sind Reiz-Reaktionskopplungen. Ein spezifischer Zustand (Erleben und Verhalten) wird an einen spezifischen Reiz gekoppelt. Durch die Koppelung entsteht ein neu erlerntes Verhalten. Wird der Reiz ausgelöst, dann folgt die Zustandsreaktion automatisch. Beim Anker können und werden neben den externen Reizen auch interne Auslöser verwendet. Beispielsweise innere Bilder, die an eine spezifische Reaktion gekoppelt werden.

Analoges Markieren, analoges Kennzeichnen
Als analoges Markieren bezeichnet man das Nutzen von averbalen Stilmitteln, wie Lautstärke oder Gesten, um ein bestimmtes Wort in einem Satz, oder eine bestimmte Sequenz, hervorzuheben und zu betonen. Beim analogen Markieren werden nonverbale Stilmittel genutzt, um diese Worte besonders hervorzuheben. Die Markierungen sind an das Unbewusste eines Gesprächspartner gerichtet.

Assoziiert
Bezeichnet im NLP ein ganzheitliches vollständiges mentales, physisches und emotionales Erleben einer Situation. Siehe auch Dissoziiert.

Augenzugangshinweise
"Augenzugangshinweise" sind ein NLP-Konzept welche eine neuronalen Verbindung von Augenbewegungen und internen Repräsentationen beim Denken beschreibt. Bandler und Grinder haben erstmals eine Systematik beschrieben, wie innere Denkprozesse mit der Bewegung der Augen in Verbindung stehen. An den Augenbewegungen kann ein Beobachter wahrnehmen, ob jemand gerade in inneren Bildern denkt, im Dialog mit jemanden ist, oder ob er gerade seine Gefühle wahrnimmt. Zugleich kann man Aussagen darüber machen, ob jemand sich an etwas erinnert oder etwas neu konstruiert und erfindet.


B

Belief (Glaubenssatz)
Glaubenssätze sind im NLP die inneren, generalisierten Überzeugungen eines Menschen. Sie bestimmen darüber, was dieser Mensch für gut und möglich befindet, und was er für schlecht oder unmöglich hält. Sie spiegeln seinen inneren Kodex, sowie seine Einstellungen und Haltungen wieder. Glaubenssätze können sich auf der Verhaltensebene oder auf der Identitätsebene lokalisieren. Meistens werden Glaubenssätze lebensgeschichtlich durch Erfahrungen entwickelt oder sie wurden von ‚Vorbildern’ übernommen. Insofern sind sie sinn- und identitätsstiftend. Die Veränderung von Glaubenssätzen ist ein zentrales Moment im NLP-Coaching. Siehe Reframing.

Bedeutungsreframing
Das Bedeutungsreframing ist das Ergebnis eines Inhalts- oder Kontextrefraimings. Gelingt dieses, verändert sich die Bedeutung einer Klage, weil der Inhalt neu definiert wurde, oder ein anderer Kontext neue Möglichkeiten aufzeigt.

Bewusst
Die dem Bewusstsein aktuell präsenten und zugänglichen Informationen, die auf Grund von Selektionsprozessen von einer Tiefenstruktur in die Oberflächenstruktur transformiert wurden. Die Kapazität der bewussten Informationsmenge beträgt 7+-2 siehe Miller’s Magic nummer.

Backtrack
Backtracking ist eine NLP-Technik des Spiegelns. In einem Coaching mit einer anderen Person werden verbale und nonverbale Informationen wiederholt und an den Gesprächspartner zurückgegeben, die man vorher von ihm erhalten hatte. Dabei werden in einem Backtrack Gesprächsinhalte zusammengefasst, wobei bestimmte Schlüsselworte wieder verwendet werden, die die andere Person verwendet hat.


C

Chaining
Ein verketten unterschiedlicher Zustände (Anker) zu einer Ankerkette. Der erste Anker kann wie ein Dominostein alle weiteren Anker auslösen, wenn die Ankerkette automatisiert wurde.

Chunk
Im NLP versteht man unter "Chunks" Ordnungsgrößen, Gruppen oder Kategorien, die eine Klasse gleicher Elemente umfasst.

Chunking
Chunking ist ein Wechseln von einer Ordnungsgröße zu einer anderen. Entweder zu einer höheren oder tieferen oder einer anderen.

Coaching
Ein sich seit den 80-er Jahren als eigenständig entwickelnder Beratungsansatz. Primäre Zielgruppe sind Menschen in beruflichen Veränderungs- und Belastungssituationen. Siehe NLP-Coaching Definition.

Coach
Das Wort geht auf den Wortstamm "Kutscher" zurück. Also, einen Dienstleister, der einem behilflich ist seinen Zielen näher zu kommen. Coaches sind Berater, die speziell im Bereich Arbeit und Beruf beraten.

Core state
Ist ein besonderer Zustand, bei dem sich ein Mensch mit einem seiner höchsten (Kern)-Werte verbunden erlebt. Corezustände sind keine Gefühle. Es sind eher erweiterte Bewusstseinszustände, wiw beispielsweise Liebe, Frieden oder "Einssein".


D

Dilts Pyramide
Ein hierarchisches Modell in Anlehnung an Robert Dilts Konzept der neurologischen Ebenen.

Dissoziiert
Ein Menschen erlebt eine Situation von außerhalb seiner selbst. Er ist mental, physisch und emotional nicht an dem Erleben beteiligt, sondern reagiert wie ein beobachtender Dritter.

Down Time
Bezeichnet einen inneren Zustand, bei dem die Aufmerksamkeit gänzlich von inneren Prozessen absorbiert ist und keine Aufmerksamkeit für die außen stattfindenden Ereignisse vorhanden ist.


E

Eingebettete Befehle
"Eingebettet Befehle" sind ein hypnotisches Sprachmuster. Ziel dabei ist es, dem Klienten Verhaltensanweisungen zu geben, ohne den Rapport (siehe Begriffserklärung Rapport) zu verlieren. Wie Einstein schon seinen Schülern sagte: "Lass dir Zeit, um komplexe Inhalte gut verstehen zu können."

Elizitieren
Elizitieren bedeutet im NLP das Hervorholen einer Strategie. Es ist eine Grundfertigkeit des Modeling. Dazu werden Fragetechniken genutzt, um die die innere Abfolge von Denkprozessen zu verstehen.


F

Freiwilligkeit

Freiwilligkeit ist die Grundlage jeder erfolgreichen Kommunikation und Kooperation. Wenn versucht wird Menschen zu etwas zu drängen, erzeugt dies in der Regel unmittelbar einen Widerstand oder Rapport-Störungen. Dies gilt auch dann, wenn Menschen zu etwas gedrängt werden sollen, was objektiv gut für sie wäre. Wertschätzung und Würdigung der "Landkarte" eines anderen Menschen führen in der Regel zu dem Gefühl respektiert zu werden und "dort abgeholt zu werden, wo man sich befindet" (Siehe auch "Rapport").


 

Future Pace
"Future Pace" ist im Wesentlichen eine Fragetechnik, mit der bestimmte Veränderungsziele in die Zukunft imaginativ übertragen werden, um zu erkunden, ob die Veränderung für den Klienten auch den Zielkontexten angemessen und in allen Aspekten erwünscht ist.
Der Future Pace wird am Ende von Veränderungsprozessen benutzt, um sicherzustellen, dass die Veränderung passend ist oder, ob noch eventuelle Einwände integriert werden müssen (siehe auch Begriffserklärung "Ökologie check").


H

Hierarchie
Hierarchie ist ein Ordnungsprinzip, dem eine Rangfolge bezüglich Wichtigkeit festgelegt wird. Im NLP spricht man von Werte- und Kriterienhierarchie.

Hypnose
Hypnose ist ein kommunikatives Verfahren womit Trancezustände bei Menschen ausgelöst und anregt werden können, um diese für Veränderungsarbeit zu nutzen.


I

Inkongruent
Verbale und nonverbale Äußerungen eines Subjekts stimmen nicht überein; das Bewusstsein strebt in eine andere Richtung als das Unbewusste, Teile der Person sind im Konflikt; siehe auch Kongruent.

Internal
Kommt von intern und bedeutet, das ein Vorgang innerlich ist und so erlebt wird.


J

Johari-Fenster
Eine Sortierung von Wissen bzw. "blinden Flecken" , dargestellt in Form einer 2x2-Fenster-Matrix. Dabei wird das, "was ich weiß" mit dem, "was die anderen wissen" kombiniert.

Die vier Fenster sind:
(1) "ich nehme es wahr / die anderen ebenso",
(2) "ich nehme es nicht wahr / aber die anderen",
(3) "ich nehme es wahr / aber die anderen nicht", und
(4) "ich nehme es nicht wahr / die anderen auch nicht".


Im zweiten Fenster findet die größte Lernmöglichkeit statt. Wir übermitteln sehr viele Informationen, ohne dieses zu wissen. Andere Menschen wissen erheblich mehr über uns, als wir selbst. Beispielsweise haben wir keine interne Repräsentation unseres Gesichtsausdrucks, den andere aber stark nutzen, um die Kommunikation beurteilen zu können.


K

Kalibrieren
Kalibrieren bedeutet Feinjustierung. Im NLP lernt man, die Wahrnehmung auf die nonverbalen Botschaften (Körpersprache, Gestik, Mimik) eines Kommunikationsprozesses einzustellen, indem die verbalen und nonverbalen Äußerungen registriert werden, die mit einem spezifischen Zustand verknüpft sind. So lernt man durch Beobachtung so genannte "Standardphysiologien", wie beispielsweise Ja- oder Nein-Physiologien beim Gegenüber zu unterscheiden.

Kooperationsstile
"Kooperationsstile" ist ein Konzept von Steve DeShazer. Dieses Konzept geht davon aus, dass Menschen grundsätzlich kooperieren, dass ihre Kooperationsstile aber manchmal problematisch sind, weil sie nicht zu der gegebenen Anweisung passt.


Kongruent
Verbale und nonverbale Äußerungen einer Person sind übereinstimmend und inhaltlich deckungsgleich. Die unbewussten Signale stimmen mit der bewussten Kommunikation überein.


L

Leaden
Prozess- oder Inhaltsinstruktionen auf verbaler oder nonverbaler Ebene, die das Verhalten einer anderen Person in eine Richtung lenken. Damit ein Leaden möglich ist, muss der Rapport gut sein (siehe auch "Freiwilligkeit").

Logische Ebenen
Ein Konzept von Robert Dilts über die verschiedenen Persönlichkeitsaspekte eines Menschen.

Die Kategorien Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Werte, Glaubenssätze, Identität und Sinn/Vision werden benutzt, um von andereen zu lernen, um Zielvisionen zu kreieren, Probleme zu analysieren, oder Prozesse zu verankern.


M

Meta-Modell
Das "Meta-Modell" ist ein Modell über die Sprache und Funktionsweise von Worten in Aussagen.

Das Meta-Modell dient als Fragetechnik, um Informationen, die in Sätzen getilgt, verzerrt oder generalisiert wurden, wieder zurückgewinnen zu können.

Meta-Programme
"Meta-Programme" sind im NLP kleinste bildbare personen- und kontextspezifische Denk-Muster, die unseren Wahrnehmungsprozess sowie unser Erleben und Verhalten vorstrukturieren. Sie wirken als Vorsortierung unseres Denkens. Beispielsweise kann ein Mensch primär problem- oder zielorientiert sein.

Metapher
"Metaphern" sind Analogien oder Geschichten, die einen spezifischen Sachverhalt in einer anderen sprachlichen Terminologie erzählen. Damit eine Geschichte zur Metapher wird, muss sie passend zum Klienten sowie seiner Problemstruktur sein, damit sie Suchprozesse und Lösungsideen anregen kann.

Milton-Modell
Ein von John Grinder und Richard Bandler entwickeltes Modell, bezüglich der hypnotischen Sprachmuster von Milton Erickson. Die Sprachmuster zeichnet eine vage und relativ inhaltfreie Formulierung aus, die primär Prozessinstruktionen beinhaltet, um Ressourcen zu aktivieren und innere Suchprozesse anzuregen.

Modeling

"Modeling" ist eine der Kernfertigkeiten des NLP, und es ist gleichzeitig der Ausgangspunkt seiner Entstehung. Modeling fasst die Mittel und Methoden zusammen, die notwendig sind um herausragende Fähigkeiten von anderen Menschen besser zu verstehen, Teilfertigkeiten zu identifizieren, Strategien, also innere Prozesse "sichtbar" zu machen und somit vermittel-, lehr- und lernbar für andere Menschen, die ähnliche Fähigkeiten erlernen wollen.


N

New Behavior Generator
Es handelt sich beim NBG um einen Veränderungsprozess, der ein Verhalten gleich in einer ganzen Gruppe oder Klasse von Problemsituationen löst.

Neurologische Ebenen
In Anlehnung an die logischen Ebenen hat Robert Dilts verschieden Persönlichkeitsaspekte oder Daseinsaspekte als Kategorien eingeführt. Er unterscheidet Verhalten, Fähigkeiten, Glaubenssätze und Werte, Identität und Zugehörigkeit bei Menschen.

Neuprägung
Auch "Re-Imprint" genannt, ist ein NLP-Format von Robert Dilts, um traumatisierende Erlebnisse und deren Prägungsfolgen wieder aufzulösen. Das zentrale Wirkelement des "Re-Imprints" ist die Auflösung von behindernden Glaubenssätzen und negativen Gefühlen, die als Folge des Imprints (der ursächlichen Prägung) gebildet wurden. Die Begriffe Re-Imprint und Prägung gehen auf die Forschungsarbeiten von Konrad Lorenz zurück.

Neurologie
Ist die Wissenschaft vom Aufbau und der Funktionsweise unseres Nervenssystems.

Nominalisierung
Nominalisierung bezeichnet im NLP einen sprachlichen Prozess, bei dem aus einem Prozess-Wort ein Objekt-Wort gemacht wird. Hierdurch werden Prozesse getilgt und verdinglicht. Die Nominalisierungen suggerieren eine materielle Objektivität, die nicht vorliegt. Beispiele sind Liebe, Hoffnung oder Freude.


O

Oberflächenstruktur
Ist ein Terminus aus der Semantik von Noam Chomsky. Er bezeichnet die sprachliche Aussage als Oberflächenstruktur, der immer eine Erfahrung als Tiefenstruktur zu Grunde liegt.

Olfaktorisch
Bezieht sich auf den Geruchssinn eines Menschen und ist eins der sinnlichen Repräsentationssysteme im NLP.

Ökologie check
Der Ökologie check ist eine NLP Technik, um systemische Auswirkungen einer Veränderungsarbeit oder eines Zieles imaginär vorab abzuklären. Es ist eine Methode, durch die systemische Verflechtungen von subjektiven Zielen ermittelt werden, um sie im Prozess einer beabsichtigten Veränderungsarbeit, berücksichtigen zu können.


P

Pacen
"Pacen" ist im NLP eine Technik (Spiegeln), die dazu dient sich, mit einem Gesprächspartner weitgehend zu synchronisieren. Hierbei werden verbale und nonverbale Kommunikationsinhalte gespiegelt, um einerseits die Kooperation und das Vertrauen zu fördern und anderseits Zugang zu Informationen über das Erleben des anderen bekommen zu können. Ziel ist es, das Gegenüber besser verstehen zu können, sowie dem anderen körpersprachlich und inaltlich Respekt und Akzeptanz zu vermitteln. Pacing und Leading zusammen sind die Grundlage für guten Rapport.

Fast Phobia
"Fast Phobia" ist eine NLP-Technik die sich mit ‚unbegründete’ Ängste beschäftigt. Der Phobiker weiß, dass die Angst unnötig ist. Das unterscheidet die phobische Angst von der psychotischen Angst, wo der Psychotiker glaubt, seine Angst sei real begründet und die anderen seien verrückt, weil sie die Angst nicht haben. Im NLP gibt es verschiedene Techniken, um die Art und Weise, wie jemand seine Angst aufrecht erhält, zu mindern oder aufzulösen. Siehe beispielsweise Swish-Format und Submodalitäten.

Physiologie
Im NLP spricht man von "Physiologien" in Verbindung mit inneren Zuständen. Jede Physiologie ist einmalig und an einen spezifischen Zustand gekoppelt. Physiologien sind erkennbar, da sie immer eine gleiche körperliche Gesamtmodalität haben. Im NLP lernt man Problem-, Ziel-, Ressourcen- und Lösungsphysiologien zu unterscheiden.

Polaritätsreaktionen
Polaritätsreaktionen beruhen auf dem Kooperationsstil „ich mache das Gegenteil“. Klienten tun genau das, was sie nicht machen sollen. Sie verhalten sich absolut konträr, zu dem intendierten.

Problem state
Problemzustand, der auftritt, wenn jemand sich über sein Problem beklagt. Dies ist in der Regel durch eine eindeutige körpersprachliche Problemphysiologie sichtbar (z.B. die Schultern hängen herunter, der Blick geht zu Boden, traurige Mimik, etc.).


Q

Quelle
Die "Quelle" ist im NLP eine Bezeichnung für eine innere Repräsentation, die eine Person in hohem Maße in einen Ressourcenzustand führt. Die Quellen-Repräsentation ist oft an eine Vorstellung einer Landschaft, eines besonderen Platzes in der Natur, oder einer Person gekoppelt. Beispielsweise Jesus für Christen. Die Quelle wird wie eine innere Tankstelle erlebt. An dieses Objekt zu denken oder sich vorzustellen dort zu sein, wirkt äußerst vitalisierend. Quellen und Quellzustände werden im NLP-Coaching benutzt, um Kräfte gezielt zu mobilisieren.
Die Quelle steht in Verbindung mit den höchsten Werten und Core-Zuständen eines Menschen und sind oft Symbolisierungen hierfür.
Die Submodalitäten der Quelle, beispielsweise ein bestimmtes Licht, eine Musik oder ein Geruch verfügen über besondere Wirkungen auf die Person.


R

Rapport
"Rapport" ist ursprünglich ein Begriff aus der Hypnose, der das tiefe Vertrauen des Klienten zu seinem Hypnotiseur bezeichnet.

Im NLP steht Rapport für das Zusammenspiel aus Pacing (Spiegeln oder "Folgen") und Leading (in die Richtung des Klientenzieles führen).

Rapport kann eine sehr herausfordernde Aufgabe sein, beispielsweise, wenn es sich um "schwierige" Klienten / Kunden handelt. So haben Mitarbeiter in einer Beschwerdeabteilung eines Unternehmens, es wesentlich schwieriger Rapport zum Kunden zu halten, als beispielsweise Mitarbeiter in einer Bestellannahme (siehe auch Begriffsklärung "Freiwilligkeit").

Herausragende Rapportfähigkeiten sind ein entscheidener Schlüssel für effektive Kommunikation und besonders hilfreich, in schwierigen sozialen Arbeitsfeldern.

Man unterscheidet im NLP Rapport zu anderen und Rapport zu sich selbst.

Rapport zu anderen verlangt als Grundlage einen guten Rapport zu sich selbst, also eine Achtsamkeit auf die eigenen Gefühle, Werte und Wünsche.


Reframing
Im Grunde beruht jede erfolgreiche Veränderungsarbeit auf einem gelungenen Reframing. Reframing heißt: Etwas in neue Zusammenhänge, Kontexte zu stellen, so dass eine Neubewertung des Inhalts möglich wird.

Repräsentationssysteme
Das NLP-Konzept der Repräsentationssysteme ist eins der zentralen Modelle im NLP.

Es beschreibt die Art und Weise unseres Denkens sowie seiner "Modalitäten". Menschen repräsentieren ihre Erfahrung visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch oder gustatorisch, in den Modalitäten der Sinneskanäle. Dabei bevorzugen Menschen in der Regel eines dieser Repräsentationssysteme für ihr Denken. Jedes Repräsentationssystem hat Vor- und Nachteile gegenüber den anderen und führt zu bestimmten Wesenszügen.

Ressourcen
Ein zentraler Begriff im NLP. Ressourcen sind Potentiale, Fähigkeiten und positiv erlebte Erfahrungen, die durch den Erfahrungsschatz eines Menschen in ihm entwickelt wurden. Dabei gibt es bewusste Ressourcen und solche, die quasi verschüttet oder nur in einem bestimmten Kontext bewusst werden. NLP-Arbeit dient dazu Ressourcen zu (re-)aktivieren sowie ein Abrufen dieser Ressourcen in neuen Kontexten zu ermöglichen.

S

S.C.O.R.E.-Modell
Das S.C.O.R.E. Modell (Symptom [Symptom], Causes [Beweggründe], Outcome [Auswirkung], Resources [Hilfsquellen], Effect [Ergebnis]) wurde von Robert Dilts für das Modeling entwickelt. Als Diagnostisches Instrument kann es der NLP-Anwender verwenden, um verschiedene Ebenen und Aspekte, für die Erreichung eines Ziels zu identifizieren.

Selbstanker
Ein "Selbstanker" ist ein sinnesspezifischer Reiz, den ein Mensch bei sich selbst bewusst oder unbewusst etabliert hat, und auf den er in einer bestimmten Weise reagiert, beispielsweise die "Beckerfaust" als  – Siegesanker.

Strategie
Eine Strategie ist eine unbewusste, automatisierte Vorgehensweise, um ein spezifisches Verhalten oder Erleben, herstellen zu können. Jedem Verhalten unterliegt eine Prozedur, um ein spezifisches Verhaltensziel zu erreichen.

Submodalitäten
"Sub"-Modalitäten sind im NLP die Untereigenschaften, die man in einem Repräsentationssystem (Haupt-Modalität: sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken) schaffen und bilden kann. Die Veränderung der submodalen Aspekte einer Repräsentation beeinflusst die Qualität einer Erfahrung. Beispielsweise kann ein Bild farbig oder schwarz-weiß repräsentiert (vorgestellt) werden. Wenn eine Submodalität den Erfahrungsbezug stark beeinflusst, spricht man von "kritischen Submodalitäten".

Suggestion
Suggestionen sind Aufforderungen, ein spezifisches Verhalten oder Reaktionen auszuführen.

Swish
Das "NLP-Swish-Format" ist eine Anwendung visueller Submodalitätenveränderung. Es werden zwei innere Bilder, ein Problem-Bild und das Zielbild, mit hoher Geschwindigkeit (swish = sausen, zischen) so oft getauscht und überlagert, bis sich die Repräsentation des Problembildes im Bewusstsein verändert hat.

Symmetrie
Die rechte und die linke Seite des Körpers eines Subjekts spiegeln sich. Die Physiologie ist kongruent und ausbalanciert. Symmetrie steht im NLP für einen ausgeglichenen inneren Zustand. Die Grund-Wirkung von Symmetrie ist Glaubwürdigkeit. Asymmetrie kann Hinweise auf sich widersprechende Emotionen sein. Dies kann ein Hinweis auf Humor oder Probleme sein.


T

Time-Line
Die "Timeline" ist im NLP eine visuelle Metapher für die eigene Lebenszeit. Wenn man sich diese als Linie vorstellt, dann hat sie bestimmte Merkmale. So werden möglicherweise wichtige Ereignisse im Leben, durch Veränderungen im Verlauf der Time-Line sichtbar. Time-Line-Arbeit kann zu Analysezwecken genutzt werden, aber auch für Veränderungen an der visuellen Repräsentation der eigenen Zeitlinie, um einen Einfluss auf unsere Kodierung und unserer Erfahrungen des Zeiterlebens zu nehmen.

Trance
Im Gegensatz zu Hypnose steht der Begriff Trance für den veränderten Bewusstseinszustand in einer Hypnose.


U

Unbewusst
Erfahrungen und Prozesse außerhalb des Bewusstseins, die dem Menschen aktuell nicht bewusst und zugänglich sind.

Utilisieren
Das "Utilisationsprinzip" im NLP stammt von Milton Erickson. Es war sein Hauptprinzip: "Lerne alles zu nutzen, was dir dein Klient bietet." Paradoxerweise kann oft sogar ein Problem genutzt werden, um dem Klient zu helfen, für sich positive Veränderungen zu erreichen.


V

VAKOG
NLP Abkürzung für Visuell (Sehen), Auditiv (Hören), Kinästhetisch („Kinästhetik“ ist eine Kombination der beiden griechischen Wörter „kinesis“ (Bewegung) und „aesthesie“ (Wahrnehmung), Olfaktorisch (lat. olfacere „riechen“) und Gustatorisch (lat. gustare "kosten, genießen").

Vorannahmen

Sprachlich sind "Vorannahmen" Aussagen, die wahr sein müssen, damit eine Aussage wahr ist. Beispiel: "Marsmenschen essen gern Hamburger." Drei Vorannahmen dieser Aussage sind: Es gibt Marsmenschen und Marsmenschen essen und sie sind keine Vegetarier.

Vorannahmen hinter Aussagen zu identifizieren kann helfen mehr über "die Landkarte" eines Gegenübers zu erfahren.

Hinter der Frage: "Möchten Sie lieber einen Softdrink oder ein alkoholisches Getränk?", steckt die Vorannahme, dass man ein Getränk möchte. Nicht enthalten ist die Möglichkeit kein Getränk zu wollen.


W

Wahlmöglichkeiten
Das oberste Prinzip im NLP ist die Erweiterung und Schaffung neuer Wahlmöglichkeiten. Eine Veränderung ist dann "ökologisch", wenn sie mehr Wahlmöglichkeiten schafft.

Werte
Werte sind Maßstäbe und Richtlinien, nach denen wir unser Verhalten, sowie das von anderen, beurteilen. Werte sind unspezifische Ziele. Sie sind das, was Menschen anstreben, wenn sie ihre Werte erfüllen, dann fühlen sie sich gut, wenn sie sie nicht erfüllen, fühlen sie sich schuldig. Wertesysteme sind relativ stabil und lassen sich nur schwer verändern. Werte haben eine große Bedeutung bei der Entfachung von Motivation und Schaffung langfristiger Visionen.


Z

Ziel
NLP ist ein zielorientierter Ansatz. "Nicht das Problem ist das Problem, sondern das Herstellen der Lösung". Damit ein Ziel realistisch erreichbar wird, müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Ziele sind im Gegensatz zu Wünschen stark motivierend und erstrebenswert. Ziele sind konkrete Vorhaben. Wünsche beinhalten nicht unbedingt Handlungsbereitschaft. Dasselbe gilt für "Hoffnungen", die oft sehr vage aus einer devensiven Position heraus formuliert sind.

Zielkriterien
Ziele lassen sich nach verschiedenen Kriterien formulieren: Sie sollten positiv formuliert sein, selbststeuerbar, kontextspezifisch, in Unterziele und Teilschritte definiert werden, attraktiv sein und ökologisch im Sinne des sozialen Umfeldes.

Zitate
"Verlorene Zitate" sind ein hypnotisches Sprachmuster. Es werden Sätze wie "Man sollte...." formuliert, und Generalisierungen verwendet. Beispiel: "Man sollte auf das Gute schauen und es angemessen nutzen." Dies erzeugt in der Regel innere Suchprozesse ("transderivationale Suche"), die Ressourcen wachrufen können.


Zugangshinweise
Von außen wahrnehmbare Augenbewegungen, die darauf schließen lassen in welcher Sinnesmodalität jemand gerade denkt.

 

 

 
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